Ausschnitt aus unserem Konzept, welches Sie in vollem Umfang gerne bei uns einsehen können.

Pädagogische Ziele

Bewegungserziehung
Kinder springen und rennen, klettern und balancieren, wo auch immer sie dazu Gelegenheit haben. Gleichzeitig trägt Bewegung jedoch auch in hohem Maße zur Förderung der kindlichen Entwicklung bei. Denn Kinder machen über Bewegung Erfahrungen über ihren eigenen Körper und damit auch über ihre Person. Sie eignen sich ihre räumliche und materielle Umwelt über Bewegungshandlungen an und setzen sich auch mit ihren Mitmenschen auseinander. 
Durch mehr Bewegungssicherheit gewinnen sie an Selbstvertrauen und lernen, sich richtig einzuschätzen. 
In keinem anderen Lebensalter spielt Bewegung eine so große Rolle wie in der Kindheit. 
Kinder entscheiden, wann welche Bewegungsabläufe trainiert werden. Hierfür benötigt jedes Kind so viel Zeit wie es braucht. 
Ein Kind lernt aus eigenem Ansporn selbständig, freudig mit Stolz auf seine Leistung jede Einzelheit seiner Bewegungen, das Drehen, sich Rollen, das Robben auf dem Bauch, auf allen Vieren, das Stehen, Sitzen und Gehen, und dies ohne Druck und Zwang.

Eingewöhnung     
Es ist sehr wichtig, bei der Fremdbetreuung Ihres Kindes schrittweise vorzugehen: Begleiten Sie Ihr Kind - Sie müssen gar nicht viel tun. Ihre bloße Anwesenheit im Raum genügt um für das Kind einen "sicheren Hafen" zu schaffen. Es kann sich jederzeit zurückziehen wenn es sich überfordert fühlt. Wenn Mutter oder Vater still ihr Kind beobachten, hat es alles, was es braucht. Auf dieser Basis kann Ihr Kind seine Ausflüge in die neue Welt machen. Ihr Kind krabbelt oder läuft schon? Erlauben sie ihm, zu gehen und zu kommen, wann und wie es will. Drängen Sie es zu keinem bestimmten Verhalten. Genießen Sie es einfach, Ihr Kind bei seiner Erkundung der neuen Umgebung zu beobachten. Die Fröhlichkeit und Gelassenheit Ihres Kindes heißt nicht, dass Ihre Anwesenheit gar nicht notwendig ist, sondern Ihr Kind wirkt so unbeschwert, weil Sie anwesend sind. Das Verhalten würde sich in den meisten Fällen sofort ändern, wenn Sie während der ersten Tage sofort gehen würden. Sollte Ihr Kind in einer Situation Ihre Nähe suchen, drängen Sie es nicht, sich wieder zu lösen. In diesem Fall würden Sie in der Regel genau das Gegenteil erreichen, nämlich erneutes Anklammern. Ruhiges abwarten, bis sich Ihr Kind von allein wieder der Umgebung zuwendet, ist die beste (und schnellste) Methode. Innerhalb kurzer Zeit macht sich Ihr Kind nicht nur mit den neuen Räumen vertraut, sondern auch mit mir. Es baut innerhalb kurzer Zeit zu uns eine Beziehung und Vertrauen auf, so dass auch wir nach einiger Zeit die, z.B. Ihr Kind trösten können, wenn es weint. Wenn Ihr Kind eine Beziehung und Vertrauen dieser Art aufgebaut hat, kann es auf Ihre Anwesenheit in der Tagespflege verzichten. Erst dann, wenn Sie und Ihr Kind sich wohlfühlen, beginnen wir mit der vollen Betreuung. (Dies ist in der Regel nach ca. 4 Wochen der Fall - Eingewöhnung nach dem Berliner Modell) Nähere Informationen zum Berliner Modell finden Sie hier:
http://www.infans.net/pdf/Eingewoehnung.pdf

Mit allen Sinnen     
Am liebsten holen wir uns sinnliche Anregungen aus der Natur. Dafür gehen wir so oft wie möglich raus. 
Entweder in den Garten oder wir unternehmen Spaziergänge in den Wald oder den Kurpark. 
Die Wahrnehmung der Sinnesorgane wird vor allem durch Bilder, Töne, Tastsinn, Gerüche, und Geschmacksreize an das Gehirn weitergeleitet und gespeichert.

Kreativität   
Täglich haben die Kinder die Möglichkeit Ihrer Kreativität ihren Lauf zu lassen. Hierfür können sie z.B. Stifte, Pinsel, Farben und Knete benutzen, oder es können Höhlen gebaut werden, mit Bausteinen können die ersten Bauwerke erschaffen werden und vieles mehr. Die Kinder werden nicht mit Spielzeug überladen, ihr Kind kann erfinderisch werden und lernt zu improvisieren. Ein Karton wird zum Schloss, aus Stühlen wird ein Zug gebaut, der Sand wird zum Kuchenteig usw. Dinge sollten auch mal zweckentfremdet werden und den Gedanken wird freien Lauf gelassen, Geschichten erfinden, fantasieren, zaubern, ihr Kind soll selbst entdecken, nichts vorgegeben werden, es soll sich auf die Welt der Wunder der kindlichen Fantasie einlassen.  
 
Singen und Musizieren   
Das gemeinsame Singen und Musizieren stärkt die Kontakte und Teamfähigkeit: Die Stimm- und Sprachbildung sind miteinander verknüpft.
Daher singen, musizieren wir viel, aber auch  Musik hören, und erzählen, bewegen, tanzen und malen gehören für mich dazu.  Mit Neugier und Experimentierfreude setzt sich ein Kind mit den unterschiedlichen musikalischen Möglichkeiten auseinander. Mit Musik kann ein Kind seine Gefühle auszudrücken.
Von Anfang an versucht das Kind mit seiner Umwelt zu kommunizieren mit Gestik, Mimik und Lauten  und es ist für seine Entwicklung von Kommunikation abhängig. Sprache kann sich nur in im „Wechselgespräch“ entfalten. Sprache erwirbt ein Kind nicht nur beim Zuhören, sondern auch – und ganz wesentlich – bei der aktiven Sprachkommunikation, beim Sprechen. Sprache entwickelt sich während der ganzen Kindheit  in der Familie, in  Alltagssituationen. Sprachspiele wie z.B.: Fingerspiele, Reime, Gedichte, Bilderbuchbetrachtung und Vorlesen von Geschichten unterstützen den Spracherwerb.
Um bereits den Allerkleinsten eine weitere Möglichkeit der Kommunikation anzubieten, lassen wir viele Babysignalzeichen (Gebärden für Kinder) einfließen. 
 
Ich und Du    
Wir leben Ihrem Kind einen liebevollen Umgang miteinander vor. Im Spiel mit anderen Kindern kann man ganz schnell merken, das nicht jeder gleich ist. Manchmal möchte man sich nur im Bett verkriechen und dann wieder die Arme ausbreiten und durchs Zimmer flattern. Als Grundstein für eine vertrauensvolle Umgebung hat Ihr Kind Sie als Eltern. Bei uns wollen wir mit viel Liebe und Einfühlungsvermögen den Radius vergrößern. Damit sich alle Kinder wohlfühlen und emotional gestärkt die Welt erkunden können. 
Dazu gehört: Selbstbewusst werden, Vertrauen entwickeln, Gefühle ausdrücken, enge Beziehungen entwickeln, die Bedürfnisse anderer wahrnehmen, eigene Bedürfnisse erfüllen, sich mit anderen abwechseln, Sicherheit erfahren, Mimik interpretieren, die eigenen Gefühle steuern, andere verstehen, allein und mit anderen spielen, neue Situationen und Aktivitäten erleben,  erkunden und entdecken, Körperkontakt genießen und echtes Lob erfahren. Es ist die Aufgabe von uns, Ihr Kind dabei zu unterstützen und zu fördern.  
 

Ruhe und schlafen     
Ihr Kind braucht nach all seinen neuen Entdeckungen und Erlebnissen eine Ruhepause.  Diese findet in der Regel zwischen 12 und 14 Uhr statt. In dieser Zeit können auch keine Kinder abgeholt oder gebracht werden.

 Zusammenarbeit   
Grundlage ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Ihnen und uns, im Interesse des Kindes. Regelmäßig sollen Erziehungsfragen besprochen werden, um dem Kind den täglichen Wechsel von der Familie zu uns zu erleichtern. Auch wenn familiäre oder ähnliche Probleme auftreten oder bestehen wäre es ratsam mit uns darüber zu sprechen insbesondere, da sich diese Probleme auch auf Ihr Kind auswirken können. Diese Gespräche werden selbstverständlich vertraulich, unter Einhaltung der Schweigepflicht, behandelt. Im täglichen Tür- und Angelgespräch halten wir Sie mit den wichtigsten Informationen über Ihr Kind und aktuellen Ereignissen auf dem Laufenden. Bei Bedarf bieten wir Ihnen ein persönliches an, wo wir uns austauschen können.

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